Wir sind die Impropheten

Andrea Schnitt

Schauspielerin, Regisseurin, Trainerin, Gründerin, Leiterin und Teammitglied der Impropheten.

Meine Berufswahl war für mich schon als Kind glasklar: Ich werde Schauspielerin, juchuu … Für meine Eltern war das leider nicht sooo eindeutig. Also gab es nur einen Weg: schnell, schnell durch die Schule kommen und nach der Matura die Prüfung auf eine Staatliche Schauspielschule schaffen.

Hat alles gut geklappt und die folgenden 15 Jahre bin ich als Schauspielerin durch den deutschsprachigen Raum getingelt, mal auf großen, mal auf kleinen Bühnen agierend. Eine lustige, bunte und abwechslungsreiche Zeit, keine Frage! Aber irgendwie fingen Zweifel an zu nagen.

Ich liebe es Theater zu spielen, aber dieser kreative Moment, dieses einzigartige das nur ich einbringen kann, das hat mir immer wieder und immer mehr gefehlt. Als ich im fixen Engagement in Linz war, nahm mich eine Kollegin eines Abends in den Posthof mit: „Da wird Improtheater gegeben, das musst du mal gesehen haben.“ Da ich grad nichts besseres vor hatte, ging ich mit. Es wurde damals eine der ersten Theatersport Meisterschaften gegeben, und ich war begeistert, hingerissen, fasziniert. Das ist es! Das muss ich machen! Damals gab es in Linz weder eine Profi-noch eine Amateurgruppe. (unvorstellbar heute!).

Also legte ich los: Sämtliche meiner Theaterkollegen wurden zusammengetrommelt, mit dem Posthof , Subventionsgebern und Presse verhandelt- und das war sie: die Geburtstunde der Ersten Linzer Improvisationstheater Gruppe: DIE IMPROPHETEN. Die Impropheten feierten ihr Debüt im POSTHOF im Oktober 2003

Günther Weiß

Trainer und Moderator.

Ein Hausruckviertler, der seinen ersten Auftritt als Gedichtvorleser beim Geburtstag von der Tante Mitzi erfolgreich absolvierte. In der Folge bespasste er die Kurgäste seiner Heimatgemeinde mit alpinem Volkstanz, Lederhosen, Tirolerhut und Quetschnmusik ganz im Stil der echt schrägen 70er Jahre. Als junger Erwachsener folgten Auftritte bei der örtlichen Amateurbühne und zahlreiche Bühnenexperimente als „Chefdramaturg“ eines Kulturvereines. Etwa 2004 schließlich das persönliche Erweckungserlebnis bei einem Improworkshop im Rahmen der Landlwochen (Kultur zur Baumblüte) mit anschließender Gründung der Gruppe „Impro & Contra“. Seither ungezählte Weiterbildungen, Ausbildungen und Auftritte mit verschiedenen Gruppen. Zug um Zug schlichen sich die Improtools auch in seine Berufswelt als Trainer und Coach ein. Heute sind die Impulse aus dem Improvisationstheater fixer und unverzichtbarer Teil seines beruflichen Lebens als Trainer und Autor.

Unser Günther ist quasi der Chef unserer Chefin und der Haupttrainer der IMPROPHETEN. Günther hat den IMPROPHETEN gelernt, dass Impro nicht immer nur lustig sein muss, sondern auch ernsthaft, berührend, traurig und gesellschaftskritisch sein darf!

Durch ihn sind wir nicht nur sehr stark gewachsen, wir wurden zudem auch „erwachsen“!

Joy Pia Mader

Joy Mader stand bereits mit 11 Jahren!!! im Sommertheater in Steyr als kleine Cosette („Les Miserables“) auf der Bühne! Danach folgten mehrere Produktionen im Sommertheater Haag, Kinderklangwolke, Freispiel Landestheater, Kinderprojekt Bruckner Uni und vieles mehr! Großen Erfolg feierte Joy auf der Burgruine Reichenau u.A. bei „Die Siebtelbauer“ und als Bösewicht Wiesel bei „Robin Hood“. 2018 spielte Sie die Hauptrolle Max bei „Max und Moritz“ im Linzer Kellertheater. Es würde den Rahmen sprengen alle Bühnen aufzuzählen, auf denen Joy aufgetreten ist. Joy hat eine eigene Amateur Improgruppe, die Mini ME´s. Unter ihrer Leitung und Regie wurde die Amateurlandesmeisterschaft 2019 verdient gewonnen! Zudem leitet Sie Theaterkurse für Kinder von 5 bis 15 Jahren im Bereich Improtheater, mit Workshops in Linz, Enns und Steyr. Als Frontsängerin der Band Bungee kommt das Multitalent ihrer Musikleidenschaft nach und komponiert ausserdem Musik für Theaterstücke!

und dann gibt es da auch noch die IMPROPHETEN! Joy begeistert unser Publikum immer wieder durch ihre geile Stimme bei unseren Singspielen! Unser Sausewind zeichnet sich durch ihre ungeheure Spielfreude aus und Joy kann einfach alles….von clownesk bis todtraurig…was Joy allerdings am Besten kann, sie berührt die Herzen unserer Zuseher!

Paula Kühn

Ich bin Paula Kühn, Schauspielerin und Stückautorin. Zum ersten Mal auf der Bühne stand ich mit vier Jahren. Eigentlich ein schüchternes Kind, hatte ich seltsamerweise davor nie Angst. Ich spielte und schrieb meine ganze Jugend hindurch, was sehr auf Kosten von Mathematik und anderen naturwissenschaftlichen Fächer ging, aber man muss ja Prioritäten setzen.

Mit 17 spielte ich dann die Antigone in Jean Anouilhs gleichnamigem Stück. Danach war für mich klar: Ich will Theater machen und zwar spielender und schreibender weise. Irgendwie habe ich dann doch erstmal was anderes gemacht: War in Indien, habe Theater-, Film- und Medienwissenschaft studiert und mit Jugendlichen gearbeitet. Aber die Bühne kann wie ein Fluch sein, sie lässt einen nicht mehr los. Und also habe ich 2012 beschlossen es endlich zu professionalisieren und mein Schauspielstudium an der Schauspielschule Krauss in Wien zu absolvieren. Seitdem spiel und seit letztem Jahr schreib ich auch fürs Theater. Genau genommen für die Tribüne – Theater am Südbahnhofmarkt – und stehe in Stücken auf der Bühne, wie „Geschichten aus dem Wiener Wald“, „Biedermann und die Brandstifter“ oder eben in meinen eigenen Stücken: „Alma Mahler-Werfel. Die Liebhaber der vier Künste“ und „Romy Schneider. Die Geschichte einer Schauspielerin“.

Und das Improvisationstheater? Entdeckt habe ich es während meinem Studium der TFM in Wien und bin gleich Teil einer Gruppe geworden: Freilos hießen wir und hatten regelmäßig Auftritte in diversen unterschiedlichen Locations in Wien. Während der Schauspielschule blieb dann wenig Zeit und Raum für anderes und deshalb musste das Impro einige Jahre ruhen. Erst seit ich hier in Linz bin, spiel ich als Teil der Impropheten endlich auch wieder Improvisationstheater.

Lukas Rabeder

Ich habe meine erste Rolle mit 17 Jahren im Schultheater des Khevenhüllergymnasiums gespielt. Ich spielte den „Rudi“ aus Tod und Teufel von Peter Turrini und erstmal Blut geschnuppert, ließdie Bühne mich nicht mehr los. Nach meinem Schulabschluss spielte ich im Jugendstück „Siebzehn“ des Landestheaters Linz unter der Regie von Katharina Bigus. Es folgte ein Engagement in einem Wiener Tourneetheater unter der Leitung von Heinz Hayden mit dem ich durch ganz Österreich und Deutschland reiste und hauptsächlich an Schulen und in Gemeindesälen auftreten durfte. Ich verkörperte eine große Anzahl an Nebenrollen in den Stücken:
Das Tagebuch der Anne Frank
Nathan der Weise – G.E.Lessing
Der böse Geist Lumpazivagabundus – J.Nestroy
Der Bauer als Millionär – F.Raimund

Ich bewies mich als verlässlicher Kollege und sprang auch in Notfällen mal kurzfristig für Kollegen ein, wobei ich Rollen oft in kürzester Zeit lernen musste, wusste diese dann aber vor Publikum gekonnt vorzuführen, woraufhin mir die Hauptrolle in „Andorra“ von Max Frisch angeboten wurde, einer Aufgabe für die ich seither sehr dankbar bin! Neben weiteren Rollen in den Kinderstücken „Tischlein deck dich“ und „Das tapfere Schneiderlein“ des Kellertheaters Linz, spielte ich außerdem in dem Stück „Zwölfeläuten“ von H.R.Unger bei der Bühne-Ottensheim und durfte Robin Hood beim Sommertheater der Burg Reichenau verkörpern. Für den Kurzfilm „Too Fast“ der Firma Casamedia durfte ich auch vor der Kamera stehen, wie auch für einige Kunstfilmprojekte von Studierenden der Kunstuni Linz. Mittlerweile bin ich gelernter Orgelbauer und trete regelmäßig mit den Impropheten auf, meinem Herzensprojekt!

Unser Lukas ist ein absolutes Naturtalent und ein Meister der Mimik. Auf den Leib geschneidert sind im Rollen, wo Liebe eine große Rolle spielt! Wir vermuten die eine oder andere heimliche Verehrerin im Publikum!

Lisa J. Veres

Lisa J. Veres wurde 1994 in Linz geboren. Schon während ihrer Schulzeit machte sie im Rahmen der Theateruni und des Freispiels erste Erfahrungen am Landestheater Linz. Es folgten mehrere Engagements als Kleindarstellerin und Schauspielerin bei Film und Theater. Seit 2017 arbeitet sie als Regieassistentin bei den Sommerproduktionen des theaterSPECACTEL Wilhering unter der Regie von Joachim Rathke und Doris Happl. Durch mehrere schauspielerische Zusammenarbeiten mit Andrea Schnitt (Tischlein deck dich, Das tapfere Schneiderlein, Max&Moritz) im Kellertheater Linz wurde sie 2017 Mitglied der Linzer Improvisationsgruppe „Die Impropheten“. Seit der Spielzeit 2017/2018 ist die als Kleindarstellerin (Le Prophete, Peter Pan, Peterchens Mondfahrt, Der Zauberer von Oz, Nathan der Weise) am Landestheater Linz tätig. Durch diese Arbeiten ergab sich eine Regieassistenz in der Spielzeit 2019/20 (und hoffentlich weitere Jahre) in der jungen Sparte (Ich bin nicht Siegfried). Neben all diesen Engagements auf und hinter der Bühne steht sie auch oft vor der Kamera. Sei es als Model, Schauspielerin oder Tänzerin für Musikvideos und Spielfilme.

Als Lisa bei den IMPROPHETEN begann, verkörperte Sie die Femme Fatal in Perfektion — erotisch und lasziv! Lisa hat sich unglaublich entwickelt und Ihr emotionales Repertoire sehr erweitert….egal ob Sophia Loren, ein schüchternes 7-jähriges Mädchen mit S-Fehler oder die naive Sekretärin mit französischem Accent … Lisa macht es auf Knopfdruck, that´s Lisa!!!

Klaus Pumberger

Zum Leidwesen der Lehrerin und der Eltern stand ich bereits in der Volksschule sehr gerne im Mittelpunkt! Einerseits äußerst renitent und anderseits der Klassenkasperl. Im Internatsgymnasium Aloisianum am Freinberg war ich in den Haupt- u. Nebengegenständen eher ein Mitschwimmer, dafür im Freigegenstand „Bühnenspiel“ sehr ambitioniert! Der Wunsch nach dem Gymnasium Schauspieler zu werden war riesengroß. Meine Eltern hätten mich allerdings enterbt.

Trotzdem schlummert jahrelang der Drang in mir, auf der Bühne zu stehen und in eine Rolle zu schlüpfen. Das einzige was mich an der Schauspielerei gestört hat, war das Auswendiglernen von Texten.

Erfreulicherweise stolperte ich viele Jahre später im Internet auf die Improschule der Impropheten.

Mehrmals habe ich die Seminare von Andrea Schnitt absolviert und bin wirklich auf den Geschmack gekommen. Es bildete sich eine kleine Gruppe, die alle den Wunsch hatten eine Amateur-Improgruppe auf die Beine zu stellen. Dadurch kam es vermehrt zum Kontakt mit Andrea Schnitt, da Sie diese Gruppe trainierte.

Noch bevor es mit der Amateur-Gruppe so richtig losging, holte mich Andrea zu den Impropheten. Die Freude war und ist es heute noch, riesengroß!

Impro bedeutet Kreativität und Spontanität und vor allem Mut zu beweisen! Improtheater ist meine größte Leidenschaft und ich verbinde damit ganz viel Herzblut! Impro ist ein ganz kleines bisschen Psychotherapie vor Publikum!

ICH LIEBE ES…….und man muss nichts Auswendiglernen!

Konrad Lusenberger

Seit frühester Jugend war ich von der Schauspielerei angetan. Daher habe ich mich, nach meinem Abschluß für meinen Lehrberuf (Violinlehrer), sofort in das Abenteuer Schauspielerei gestürzt und bin dafür nach Wien gegangen, wo ich an der Schauspielschule Volkstheater das Handwerk lernte.

Danach kamen die Wanderjahre an diversen Häusern in Österreich, Deutschland und Italien. Nach 10 Jahren Schauspielleben übernahm ich den elterlichen Betrieb, wo ich mittlerweile meine Brötchen verdiene. Ganz losgelassen hat mich die Schauspielerei nie. Daher fing ich vor ca 10 Jahren wieder mit dem spannendem Format Impro an….

Nach 4 Jahren Improtheater bei den damaligen Impropheten nahm ich dann doch wieder ein paar Engagements in Wiener Kellertheatern an. Letztendlich kam ich dann 2019 wieder zu den Wurzeln der Impropheten zurück, wo ich mich wieder sehr Zuhause fühle, und hoffe noch viele spannende Vorstellungen mit meinen
super Kollegen bestreiten zu können…..

1989 Abitur am Musikgymnasium Linz
1991 Befähigungsprüfung Fach Violine Bruckner Uni
1995 Bühnenreifeprüfung Volkstheater Wien
1997 Lee Strasberg Institute New York

Nadine Moser

Schon als Kind liebte ich es, in andere Rollen zu schlüpfen und für mich war eigentlich immer klar, dass ich Schauspielerin werden will. Als ich bei meiner Erstkommunion die Lesung in der Kirche auswendig (und fehlerfrei) vortrug, waren meine Lehrerinnen überzeugt, dass sie mir im Schultheater auch textreiche Rollen zutrauen können. Somit war der Grundstein für die geplante Karriere quasi gelegt und ich durfte meine ersten Bühnenerfahrungen sammeln.

Später beschloss ich dann zwar, dass das Schauspielen für mich in erster Linie ein Hobby bleiben soll und entschied mich nach der Matura stattdessen für ein Diätologie-Studium, das Theater hatte in meinem Leben (und in meinem Herzen) aber trotzdem immer einen festen Platz.

Neben einigen Auftritten bei den Burgfestspielen Reichenau unter anderem als Ronja in „Ronja Räubertochter“ oder Seppel im „Räuber Hotzenplotz“ hatte ich bei diversen Schulaufführungen und einem kurzen Ausflug ins Profitheater auch die Gelegenheit ernstere Stücke, wie „Fires in the Mirror“ von Anna Deavere Smith, zu spielen.

Im Sommer 2019 war ich bei den Burgfestspielen Reichenau die Marian im Stück „Robin Hood und Marian“ unter der Regie von Andrea Schnitt. Dort lernte ich auch einen Teil der Impropheten kennen und die Freude war groß, als ich schließlich von ihnen zu einem Improtraining eingeladen wurde.

Ich habe mich in der familiären und wertschätzenden Atmosphäre sofort wohlgefühlt und obwohl ich am Anfang vor jedem Training furchtbar nervös war, wusste ich, diese Chance darf ich mir nicht entgehen lassen. Die Chance mit unglaublich talentierten und liebenswerten Leuten zusammenzuspielen, die Chance durch die Unvorhersehbarkeit des Spiels über meinen Perfektionismus hinauszuwachsen und die Chance meiner großen Leidenschaft – dem Schauspielen – nachzugehen.

Nina Wenzel

Fotografin

Hallo! Ich bin Nina Wenzel – die Fotogräfin. In erster Linie bin ich ja Hochzeits- Paar- und Portraitfotografin. Aber durch meine langjährige Freundschaft mit Andrea, der Gründerin der Impropheten, ergab es sich bald einmal, dass sie ein paar Fotos brauchte. Bühnenfotografie ist eine ganz schöne Herausforderung – das Bühnenlicht, die starken Kontraste… Aber so viel Unterschied zur Hochzeitsfotografie besteht letztlich gar nicht. Immerhin hat man ja auch Menschen vor der Kamera und man muss schnell sein. Bei dem Schwung und dem Tempo, das die Impropheten bei ihren Auftritten an den Tag legen, muss man sogar super schnell sein, damit man nichts Wichtiges verpasst. Und wisst ihr, was das Schönste an meiner Tätigkeit als Fotografin für die Impropheten ist? Ich kann mir alle Vorstellungen anschauen! Das heißt – ich arbeite und den Spaß gibt es obendrein noch gratis dazu 😊

Mehr über mich findest du hier: (www.fofo-graefin.net)